Warum es wichtig ist, Straftaten in Behörden und Schulen konsequent anzuzeigen

Oftmals kommen kleinere Delikte und Straftaten in Behörden, wie z.B. Beleidigungen von Mitarbeitern oder Sachbeschädigungen von Behördeneigentum gar nicht zur Anzeige.

Die Gründe dafür sind z.B.

  • die Überzeugung, dass "da ja sowieso nichts bei rum kommt"
  • die damit verbundene Arbeit - der Glaube, für jede Anzeige die Polizei rufen zu müssen
  • die Befürchtung von Mitarbeitern, eine Mitschuld für diese Delikte seitens der Behördenleitung oder von direkten Vorgesetzten zugewiesen zu bekommen ("schlecht deeskaliert" / die Situation nicht unter Kontrolle gehabt)

Doch nur, wenn auch kleinere Straftaten konsequent angezeigt werden, entsteht zum einen eine Signalwirkung, dass in dieser Behörde Übergriffe nicht toleriert werden und zum anderen kann seitens der Gerichte deutlich stärker sanktioniert werden, wenn sich die Anzahl der Übergriffe durch eine Person sammeln.

Nicht unterschätzt werden sollte auch die Signalwirkung an die Mitarbeitenden, dass die Behördenleitung hinter ihnen steht und hier nicht das Opfer zum Mittäter gemacht wird. Behörden, die diese Linie konsequent umsetzen, verzeichnen damit ausgezeichnete Erfolge. 

Guido Schenk erklärt im folgenden Video die Zusammenhänge anhand eines aktuellen Urteils und die fatalen Folgen des Wegsehens und Nicht-Anzeigens.

Wir entschuldigen uns an dieser Stelle für das Hintergrundrauschen des Beamers, haben uns aufgrund der Aktualität der Ereignisse aber dafür entschieden, das Infovideo noch aus dem Schulungsraum der aktuellen Schulung heraus aufzunehmen. 

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© Selbst und Bewusst Andrea Salomon & Guido Schenk GbR © Selbst und Bewusst GbR
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